Nach Charlottesville: Neonazi-Website fliegt aus dem Netz

«Daily Stormer» verliert seinen Hosting-Anbieter und wird auch von Google weggeschickt. Plus: Snapchat macht automatisch Konzertmitschnitte.

Matthias Schüssler

Digital kompakt: 15. August 2017

+++ Niemand will Neonazi-Website «Daily Stormer» hosten +++ Bluetooth wird besser +++ Snapchat erstellt automatisch Konzertmitschnitte +++ Netflix landet einen Coup gegen Disney

Niemand will Neonazi-Website «Daily Stormer» hosten. Der rechte Aufmarsch in Charlottesville hat auch im Netz ein Nachspiel. Die Neonazi- und White-Supremacy-Website «Daily Stormer» wurde zeitweise von der Hackergruppe «Anonymous» übernommen. Ausserdem hat Webdienstleister Godaddy, auf dessen Server die Website lief, die Zusammenarbeit kurzfristig aufgekündigt. Auch Google, zu dessen Registrierung die «Daily Stormer»-Admins wechseln wollten, hat die Anmeldung mit Verweis auf die Nutzungsbestimmungen annulliert, das berichtet Businessinsider.com. Im Moment ist die Site offline.

Bluetooth wird besser. Der Funkstandard Bluetooth wird mit Blick aufs Internet der Dinge weiterentwickelt. Das Normierungsgremium Bluetooth Special Interest Group (SIG) will die Version 5 schneller machen und die Reichweite erhöhen. Allerdings kann der neue Standard nur eines von beidem – also mehr Tempo oder grössere Distanz – aufs Mal liefern, erklärt Heise.de.

Snapchat erstellt automatisch Konzertmitschnitte. Zwischen dem Messenger Snapchat und Mark Zuckerbergs Facebook- und Instagram-App ist ein heftiger Konkurrenzkampf entbrannt. In dem ergreift Snapchat mit einer interessanten Funktion die Flucht nach vorn: «Crowd Surf» soll bei Konzerten aus den von einzelnen Nutzern geposteten Videos automatisch einen fortlaufenden Konzertmitschnitt fabrizieren. Den Zusammenschnitt erledigen künstlich intelligente Algorithmen. Nun spekuliert Techcrunch.com darüber, wie lang es wohl dauern wird, bis Instagram auch diese Funktion kopiert.

Netflix landet einen Coup gegen Disney. Letzte Woche hat Disney angekündigt, einen eigenen Streamingdienst starten zu wollen, was die Medien als direkte Kampfansage an Netflix werteten. Nun hat Netflix seinerseits einen Coup gegen Disney lanciert, wie Bgr.com schreibt. Es ist dem Unternehmen gelungen, Shonda Rhimes von Disneys Sender ABC abzuwerben. Rhimes (im Bild vorne) hat Hit-Shows wie «Grey’s Anatomy» und «Scandal» entwickelt und wird nun Serien für Netflix auf den Weg bringen.

Quelle: Newsnetz, Dienstag, 15. August 2017

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