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Eintausend Microsoft-Entwickler haben zwischen dem 1. November 1996 und dem 15. Mai 1998 an Windows 98 gearbeitet. Rund 18 Millionen Zeilen Code wurden geschrieben, 13 Beta-Releases veröffentlicht. Nun ist der «natürliche Nachfolger» von Windows 95 verfügbar.
Von Matthias Schüssler. Urs Wermelinger, der an der Pressekonferenz zu Windows 98 die neuen Features vorstellte, prägte den Begriff vom «natürlichen Nachfolger»: Nicht Revolution, sondern Evolution sei die Flagge, unter der Windows 98 segle. Keine revolutionären Neuerungen bringt das neue Windows, vielmehr eine Weiterentwicklung in der Richtung, welche Windows 95 vor drei Jahren vorgegeben hat. Augenfälligstes Merkmal des neuen Windows ist natürlich die Erweiterung des Desktops um aktive Elemente. Farbiger, kommunikativer und lebendiger, so ist die neue Oberfläche. Und an allen Ecken und Enden wurde das Internet integriert.
Microsoft zeigte sich sehr optimistisch, was die Akzeptanz von Windows 98 in der Schweiz angeht. «Windows 98 wird hierzulande ein Erfolg», prophezeite der Schweizer Microsoft-Chef Peter A. C. Blum an der Pressekonferenz.
Die Neuerungen im Überblick
- Active Desktop. Das Internet ist fester Bestandteil der Benutzeroberfläche.
- Browser. Alle wichtigen Internet-Standards wie Dynamic HTML, Java, ActiveX und JavaScript werden unterstützt.
- Kommunikation. E-Mail-Client Outlook Express, NetMeeting für Audio-, Video- und Datenkonferenzen, der Personal Web Server fürs Publizieren im Intranet oder im Internet und der auf Microsoft FrontPage basierende HTML-Editor Microsoft Frontpad.
- Assistenten. 15 Assistenten helfen bei technischen Problemen
- FAT32. Mit FAT32 können Festplatten mit mehr als zwei GByte Speicherkapazität als ein einziges Laufwerk formatiert werden. FAT32 speichert die Dateien verlustärmer und vergrössert so den zur Verfügung stehenden Platz auf der Festplatte um bis zu 28 Prozent.
- Stromverbrauch. Windows 98 unterstützt das Advanced Configuration and Power Interface (ACPI). Dadurch kann der PC wie ein TV-Apparat ein- und ausgeschaltet werden
- Wartung. Neuer Wartungsassistent. Der neue Disk Defragmenter identifiziert die am häufigsten benutzten Programme und beschleunigt diese, indem er sie in die schnellsten Bereiche der Festplatte verschiebt
- Bildschirmeinstellungen. Über die neuen Bildschirmeinstellungen von Windows 98 lassen sich Bildschirmauflösungen und Farbtiefen dynamisch ändern, ohne den PC neu starten zu müssen.
- ActiveMovie. Wiedergabe von Videos in Höchstqualität (MPEG, AVI, Quick-Time).
- MultiMonitor. Windows mit mehreren Bildschirmen betreiben. Spannend für Spiele wie Flugsimulatoren, praktisch im Desktop- oder Web-Publishing.
- Neue Hardware. Windows 98 unterstützt viele Hardwareneuerungen, darunter den Universal Serial Bus (USB), IEEE 1394 (FireWire) und Accelerated Graphics Port (AGP).
- Intel MMX. Windows 98 die Multimedia-Erweiterungen MMX für die Verarbeitung von Audio und Video.
- NDS und DLC. Benutzer von Windows 98 können auf Dateien und Druckerdienste von NetWare 4.x zugreifen. Das ins neue Betriebssystem integrierte Protokoll Data Link Control (DLC) verschafft den Anwendern Zugang zu IBM-Mainframes und AS/400-Systemen.

