Apple will tolle Fotos für Werbung, aber ohne dafür zu bezahlen
Der iPhone-Konzern hat einen Wettbewerb gestartet, bei dem Fotografen Ruhm und Ehre, aber kein Geld bekommen. Plus: Youtube kämpft gegen Verschwörungstheoretiker.
Matthias Schüssler
Digital kompakt: 28. Januar 2019
+++ Foto-Wettbewerb ohne Preisgeld +++ Youtube will keine Verschwörungstheorie-Videos mehr empfehlen +++ Facebook und Instagram könnten in Grossbritannien gesperrt werden +++ Südkorea schreitet gegen vorinstallierte Apps ein
Foto-Wettbewerb ohne Preisgeld. Apple hat den Wettbewerb «Shot on iPhone» ausgerufen, bei dem die Nutzer noch bis zum 7. Februar ihre schönsten, mit Apples Telefon fotografierten Bilder einreichen können. Die Bilder sollen Apple als Sujets für Werbekampagnen dienen. Allerdings ursprünglich völlig unentgeltlich: Apple wollte weder ein Honorar noch ein Preisgeld bezahlen, ausserdem sollten die Fotografen weitgehende Rechte abtreten. Das hat einen Aufschrei der Empörung ausgelöst: Apple Insider kritisierte, dass alle Beteiligten von der Werbeagentur bis zu den Plakatierunternehmen bezahlt würden – nur die Fotografen nicht. Jetzt ist Apple zurückgekrebst und will die zehn Sieger bezahlen. Die anderen eingereichten Bilder könne das Unternehmen aber trotzdem frei benutzen, schreibt Appleinsider.com.
Youtube will keine Verschwörungstheorie-Videos mehr empfehlen. Youtube will (endlich!) etwas gegen fragwürdige Videos unternehmen: Wie der Streamingdienst in einem Blogbeitrag schreibt, sollen die Algorithmen für die automatischen Empfehlungen angepasst werden. Videos mit irreführenden Inhalten sollen nicht mehr empfohlen werden. Als Beispiele fügt der Beitrag Wunderkuren für ernsthafte Krankheiten, Verschwörungstheorien wie die von der flachen Erde oder über 9/11 an. Die Videos werden jedoch nicht gelöscht, sondern nicht mehr automatisch vorgeschlagen.
Facebook und Instagram könnten in Grossbritannien gesperrt werden. Der Gesundheitsminister Matt Hancock (im Bild) will Social-Media-Anbieter in Grossbritannien blockieren, wenn sie nicht härter gegen gefährliche Inhalte vorgehen würden. Hancock reagiert auf den Suizid einer 14-Jährigen, die sich das Leben genommen hatte, nachdem «sie verstörende Inhalte über Suizide in sozialen Medien gesehen hatte», schreibt die BBC. Gemäss diesem Beitrag hat ihr Vater gesagt, «Instagram habe geholfen, seine Tochter zu töten». Der Minister verlangt, dass Facebook und Instagram ihre Plattformen von solchen Beiträgen «säubern» müssten.
Südkorea schreitet gegen vorinstallierte Apps ein. Südkorea legt fest, dass vorinstallierte Apps künftig entfernbar sein müssen. Ausnahmen gibt es lediglich für vier Bereiche: Kommunikation per WLAN und NFC, Kundendienst und den App Store. Die neue Regel soll die Wahlfreiheit der Nutzer stärken und Speicherreserven sowie den Akku schonen. In Südkorea werden Android-Telefone mit unzähligen vorinstallierten Apps ausgeliefert, berichtet Zdnet.com: Das Galaxy S4 sei von SK Telecom mit 80 Apps verkauft worden: 25 stammen vom Telecomanbieter, 39 von Samsung und 16 von Google.

