Adobes Photoshop-Handbuch

Die an dieser Stelle mehrfach erwähnte Buchreihe «Classroom in a book» erhält Zuwachs: Neu gibt es von offizieller Seite ein Benützerhandbuch zu Photoshop 5.0. Das Adobe-Autorenteam führt gewohnt sachlich-trocken durch die Materie, Lesevergnügen ist nicht angesagt. Das Buch gliedert sich in eine Einführung und in dreizehn Lektionen. Didaktisch wohlüberlegt werden zuerst die Werkzeuge vorgestellt und die Photoshop-Philosophie erklärt. Nachdem die Grundlagen erfolgreich erarbeitet sind, erklären die Adobe-Profis die Arbeitstechniken Malen und Bearbeiten, Retuschieren, Zeichenstifttechniken, Spezialeffekte, Bearbeiten für den Zweifarbendruck und Reproduzieren mit verbindlichen Farben. Drei Zusatzkapitel sind Adobes Webgrafik-Editor «ImageReady» gewidmet.

Adobe: «Classroom in a book», Verlag Markt & Technik, Fr. 89.95

Photoshop-Buch fürs Selbststudium

Mit dem Zusatz «für Macintosh» auferlegt sich der Autor Neumeyer im Grunde zu viel Beschränkung – das Buch ist bis auf seltene Ausnahmen (z. B. zur Systemoptimierung) 1: 1 auf Windows-Maschinen nachvollziehbar. Der Autor schreibt manchmal launisch (vgl. Kapitel «Guten Tag») und immer kompetent über Photoshop, ohne den Praxisbezug je aus den Augen zu verlieren. Ein Grossteil der Abbildungen ist farbig reproduziert und mit Bedacht gewählt und ausserdem zu einem Grossteil auf der beigeklebten CD-ROM enthalten. Das Glossar ist so aussagekräftig, dass man sich noch einige Stichworte mehr wünschte. Ein Buch für ambitionierte Neueinsteiger. Für Profis, die im Selbststudium auf die neue Shop-Version umsteigen möchten, bietet das Buch (zu) viel Altbekanntes.

Heico Neumeyer: «Adobe Photoshop 5 für Macintosh», Verlag Markt & Technik, Fr. 89.95

Den Sprung ins digitale Wasser wagen

Ein interessantes Buchkonzept: Drei Autoren beleuchten drei Aspekte eines Themas. Im Buch «Digitale Fotografie» schreiben ein Fotograf, eine Layouterin und ein Fotoingenieur zu den Bereichen «Digitale Fotografie in der Praxis», «Bildbearbeitung» und «Techniken der Fotografie». Dies ist Strärke und Schwäche des Buchs zugleich: Zu jedem Bereich schreibt ein Autor, der sein Metier aus dem Effeff beherrscht. Die Verbindung der drei Kapitel ist allerdings eher lose, die individuellen Stile sind unverkennbar. Persönlich gefiel mir am besten der Teil des Digitalfotografen Frank Pfennig – ein direkter Sprung ins digitale Wasser, wie der Autor selbst schreibt.

Ulrike Hässler, Frank Pfennig, Dietmar Wüller: «Digitale Fotografie – von der Praxis zu den Grundlagen», Edition Page, Springer Verlag, Fr. 81.–

Quelle: Publisher, Montag, 2. November 1998

Rubrik und Tags:

Metadaten
Thema: Publisher Buch-Tipps
Nr: 265
Ausgabe: 98-5
Anzahl Subthemen: 3

Obsolete Datenfelder
Bilder: 3
Textlänge: 250
Ort:
Tabb: FALSCH