Unterwegs bequem arbeiten
Computer Wer viel unterwegs ist oder einfach nur im Garten digital produktiv sein will, braucht einen mobilen PC. Um einen Entscheid zu erleichtern, haben wir drei geeignete Geräte getestet.
Huawei Matebook X Pro
Huawei ist vor einem Jahr ins Laptop-Geschäft eingestiegen. Jetzt legt der chinesische IT-Riese nach. Die Tech-Plattform «The Verge» hat das Matebook X Pro auch bereits zum besten Laptop gekürt. Das ist vielleicht etwas hoch gegriffen. Doch wenn das Budget 1600 Franken hergibt, erhält man ein prächtiges Arbeitsgerät aus der High-End-Liga.
Touch: Ideal für Solitär
Da ist der Bildschirm, der viel Anzeigefläche zur Verfügung stellt, obwohl das Gerät selbst nur unwesentlich grösser ist als ein normales 13-Zoll-Notebook. Das liegt am Rand, den Huawei sehr dünn hinbekommen hat. Mit dem Seitenverhältnis von 3:2 erhält man eine Anzeige, die länger ist als zum Beispiel beim Macbook. Die Auflösung von 3000 auf 2000 Pixeln ergibt entweder eine sehr scharfe Anzeige oder lässt, bei einem herabgesetzten Skalierungsfaktor, viel Platz für Fenster. Nebenbei bemerkt hat Huawei einen Touchscreen eingebaut. In einer Mal-App, für Präsentationen am Bildschirm und in Spielen wie der Microsoft Solitaire Collection ist die Fingersteuerung komfortabel. Für die Büroarbeit bringt sie kaum etwas.
Der grosse Bildschirm hat auch einen kleinen Nachteil. Die Webkamera hat keinen Platz im Rand gefunden. Sie steckt nun zwischen der F6- und der F7-Taste unter einem eigenen Knopf, der sie per Druck ausfährt. Das hat den Vorteil, dass man seine Kamera nicht abzukleben braucht, wenn man sicher sein will, nicht heimlich beobachtet zu werden. Doch bei Videochats wird man aus einem unglücklichen Winkel von schräg unten aufgenommen: Man sieht mehr von den eigenen Nasenhaaren, als einem lieb sein kann.
Auch Tastatur und Trackpad überzeugen – Letzteres zumindest dann, wenn man es in den Windows-Einstellungen bei «Geräte › Touchpad» wunschgemäss konfiguriert. Der Laptop hat im Einschaltknopf einen problemlos funktionierenden Fingerabdrucksensor. Er ist auch anspruchsvollen Anforderungen gewachsen. Und unter Last bekommt man jedoch Lüfter zu hören. Die Akkulaufzeit gibt der Hersteller mit «12 Stunden Videokonsum» an. Im Alltag dürften es, je nach Tätigkeit, um die neun Stunden sein.
Fazit: Mit Huawei ist im Laptop-Markt zu rechnen. Das Matebook X Pro ist ein mobiler Rechner, der rundum Spass macht. Die grösste Einschränkung ergibt sich bei den Anschlüssen: Es gibt zwei USB-C-Anschlüsse links und einen normalen USB-Port rechts (plus Kopfhöreranschluss). Das mag für manche Nutzer wenig sein. Ausserdem fehlen HDMI, Netzwerk und Kartenslot.
Das Huawei Matebook X Pro ist mit I7-Prozessor, 8 GB Arbeitsspeicher und 512 GB SSD im Handel erhältlich. Der offizielle Verkaufspreis ist 1899 Franken; es gibt aber auch Angebote ab 1600 Franken. Die etwas günstigere Variante mit I5-Prozessor will Huawei derzeit nicht in der Schweiz lancieren.
Matthias Schüssler
Für mehr oder weniger anspruchsvolle Arbeit eine gute Wahl: Samsung Galaxy Tab S4, Huawei Matebook X Pro und Microsoft Surface Go (v.l.n.r.) Foto: Doris Fanconi

