«Krimhilde», eine «deutsche» Schrift
msc Typografie.info stellt in einem ausführlichen Beitrag die «Krimhilde» vor (bit.ly/krimhilde). Das ist eine Schrift, die entsteht, wenn (Zitat) die Futura auf die Fraktur trifft: Eine gebrochene Schrift, die aber reduziert ist und auf Dekorationen verzichtet. Der Gestalter Albert Auspurg hat einen Kompromiss aus moderner Antiqua und einer alten «deutschen» Schrift gesucht und eine Schrift geschaffen, die nach dem zweiten Weltkrieg «mangels Nachfrage nach den modernen gebrochenen Schriften der 1930er schnell in Vergessenheit» geriet.
Sie hat aber ihren eigenen Reiz, davon ist der Autor des Beitrags, Ralf Herrmann überzeugt. Er stellt sie nun als digitalen Font zur Verfügung, der in seiner altmodischen Art modern wirkt und sicherlich einige Liebhaber finden dürfte – und, den passenden Einsatzzweck vorausgesetzt, seine Wirkung auch nicht verfehlen dürfte. Bezugsmöglichkeiten gibt es im Beitrag.
Eine Schrift aus den 1930er-Jahren, bei der man nicht gleich an die Nazis denken muss.

