Photoshop
Wie Color Lookup funktioniert
msc Fotos eine bestimmte Farbanmutung überzustülpen, ist ein gängiges Stilmittel. In Lightroom gibt es dafür die Presets, die man zuhauf im Internet findet – wir haben immer mal wieder entsprechende Tipps gegeben. In Photoshop verwendet man gerne Aktionen für diesen Zweck – die besten sammeln wir für Sie im Publisher-Downloadbereich.
Es gibt in Photoshop ab CS6 eine weitere Möglichkeit. Die findet sich in der Korrekturen-Palette beim Symbol, das an eine Tabelle erinnert. Es steht für Color Lookup. Eine LUT ist in der Informatik eine Lookup table, zu Deutsch eine Umsetzungstabelle, die für einen Wert einen anderen zurückliefert. Das Nachsehen in der Tabelle beschleunigt Vorgänge, weil komplexe Berechnungen nur einmal, nämlich zur Erstellung der Tabelle, durchgeführt werden müssen.
Eine solche Umsetzungstabelle für Farben beschreibt eine Verschiebung im Farbraum. Sie funktioniert ähnlich wie Farbprofile zur Kalibrierung von Bildschirmen, Scannern, Druckern und Kameras. Photoshop unterstützt diese drei Standards:
- 3DLUT stammt aus der Filmindustrie. Diese Tabellen können nur auf RGB-Daten angewendet werden und enthalten keine Kalibrierung. Das hat zur Folge, dass die Daten nicht in jedem Programm gleich interpretiert werden. Es handelt sich übrigens um normale Textdateien, die (theoretisch) mit jedem Editor bearbeitet werden können.
- Device-Link-Tabellen können für den RGB- und den CMYK-Farbraum angelegt werden, wobei sie jeweils nur im vorgegebenen Farbraum anwendbar sind. Device-Link-Tabellen sind Teil des ICC-Farbstandards und werden bei CMYK-Daten dazu verwendet, Daten für Gerät A für die Ausgabe auf Gerät B umzurechnen.
- Abstract-Tabellen können auf alle Farbräume, also auf RGB, LAB und CMYK angewendet werden. Sie integrieren die Farbkalibrierung, sodass in jedem Programm die gewünschte Farbwirkung erzielt wird. Sie sind vergleichsweise wenig verbreitet.
Eine schnelle, universelle Methode, um einem Foto einen Farblook zu verpassen.

