Fenster in die Schranken weisen

Ein Programm für Mac OS X räumt per Tastendruck den Desktop auf.

Von Matthias Schüssler

Dem Fensterchaos auf dem Bildschirm kann man mit verschiedenen Methoden entgegenwirken – am einfachsten durch die Vollbilddarstellung, die beim Mac in OS X Lion Einzug gehalten hat.

Wer bei seiner Arbeit am Computer regelmässig mehrere Programme parallel verwendet, dem hilft das Programm Sizeup. Es arrangiert Fenster per Tastendruck – und zwar so, dass man zwei oder vier Fenster optimal im Blickfeld hat. Dazu betätigt man die Pfeiltasten zusammen mit den (selbst definierbaren Steuertasten). Die Steuertaste gedrückt mit dem Pfeil nach links schickt ein Fenster in die linke Hälfte des Bildschirms. Die rechte Pfeiltaste platziert es in der rechten Hälfte, und so weiter. Anwender von Windows 7 kennen diese Funktion als «Aero Snap»: Sie wird bei Windows über die Windows-Taste und die Pfeiltasten ausgelöst.

Man kann Fenster auch in einen der vier Quadranten des Bildschirms schicken, zentrieren oder den vorherigen Zustand wiederherstellen. Es ist auch möglich, eine vorgegebene Grösse aufzurufen: beispielsweise 75 Prozent der Fensterbreite oder 600 auf 800 Pixel.

Sizeup kann auch so eingestellt werden, dass Fenster einen vorgegebenen Abstand zum Bildschirmrand lassen, und selbst die «Grösse» der Quadranten und der Hälften kann konfiguriert werden. Es gibt eine Integration mit den Spaces von Mac OS X: Das sind die virtuellen Bildschirme, auf denen man Programme in getrennten Ansichten betreibt. Wenn mehrere Monitore am Computer angeschlossen sind, kann Sizeup auch verwendet werden, um Fenster zwischen diesen zu verschieben.

Sizeup ist für 13 US-Dollar zu registrieren. Wer lieber mit der Maus arbeitet, findet in Cinch ein Programm, bei dem die Fenster entsprechend angeordnet werden, wenn sie an den linken, rechten oder oberen Bildschirmrand gezogen werden. Es kostet 7 US-Dollar.

Kostenlos ist Twoup: Dieses Programm schickt Fenster in die linke oder in die rechte Bildschirmhälfte. Es wird auf der Website des Herstellers nicht mehr angeboten, kann aber per Google leicht aufgestöbert werden.

www.irradiatedsoftware.com

Quelle: Tages-Anzeiger, Montag, 23. Juli 2012

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