Datenaustausch

RAR, ein seltenes Format

Ich habe von einer Bekannten einen USB-Stick bekommen, der Fotos und Filme enthält. Nun kann ich die Dateien nicht öffnen. Im Mediaplayer erscheint die Meldung «Die Datei weist eine Erweiterung (.rar) auf, die Windows Media Player nicht erkennt.»

Fredy Sonderegger, via Mail

Ihr Bekannter hat Ihnen die Filme und Fotos in komprimierter Form übermittelt. Das bedeutet, dass sie sich nicht direkt anzeigen lassen, sondern vor Gebrauch ausgepackt werden müssen. Die Komprimierung hilft, Speicherplatz zu sparen, und bringt mehrere Dateien oder ganze Ordnerstrukturen in einer einzigen Datei unter. RAR funktioniert genauso wie das bekannte ZIP-Format, das Windows und Mac OS X von Haus aus kennen. RAR komprimiert oft etwas effizienter, weswegen es von Profis gern verwendet wird. Es hat aber den Nachteil, dass viele Anwender nichts damit anzufangen wissen. Sie können RAR-Dateien mit dem kostenlosen Programm 7-ZIP entpacken. Es unterstützt viele weitere Archivformate und ist unter www.7-zip.org erhältlich. RAR-Dateien erstellen können Sie nicht, dafür brauchen Sie WinRAR (www.winrar.de).

Noch zwei Extra-Tipps: Wenn Sie bei einer Erweiterung nicht sicher sind, um was für eine Datei es sich handelt, sehen Sie unter www.endungen.de nach: Hier finden Sie Hinweise zu fast 8000 Windows-Dateierweiterungen. Bei Videos und Fotos lohnt sich die Komprimierung in der Regel nicht; diese Dateien speichern Daten so effizient, dass WinZIP und WinRAR nur marginale Verkleinerungen erzielen.

Quelle: Tages-Anzeiger, Montag, 14. Juni 2010

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Thema: Kummerbox
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