Selbst gezeichnete Schrift
(msc) Eine hochwertige Schrift zu gestalten, ist nicht jedermann gegeben. Via www.yourfonts.com ist es aber relativ leicht, zu der ganz eigenen, individuellen Schriftdatei zu kommen. Mit Hilfe dieses Webdienstes kann man seine eigene Handschrift in eine Schriftdatei umwandeln lassen. Statt zu schreiben, wie einem die Finger gewachsen sind, kann man natürlich auch liebevoll verzierte Lettern digitalisieren lassen oder kreativ werden. Wenn man sich auf keine Experimente einlässt, sondern die Alltagshandschrift verwendet, dauert das Prozedere eine knappe halbe Stunde.
Dazu lädt man als erstes die Vorlage von yourfonts.com herunter. Diese druckt man aus und trägt die vorgegebenen Zeichen ein, wobei man auf die Hilfslinien achten sollte.
Hat man die beiden Seiten ausgefüllt, scannt man sie ein, und zwar möglichst mit 300 dpi und in Graustufen, speichert die Seiten als TIFF und lädt die Seite hoch. Nach einigen Wartemomenten kann man seine Schrift herunterladen. Diese ist qualitativ nicht das absolute Nonplusultra, aber brauchbar.
Das einzige, was an der Schrift wirklich stört, ist der Standard-Name, der nämlich «Your Font» lautet und verhindert, dass man mehrere Schriften erstellen und installieren kann. Dieser Störfaktor lässt sich mit dem Open-Source-Schrifttool TTX (zu finden im Downloadbereich des Publisher) eliminieren.
Dazu laden Sie das Schrifttool herunter. Dann nehmen Sie Ihre Schriftdatei zur Hand und ziehen Sie auf die ausführbare Datei (c:Program FilesTTXttx.exe). Nun wandelt das Programm die Schrift in eine bearbeitbare XML-Datei mit Namen Your Font.ttx um. Diese lässt sich in einem Editor öffnen. Dann ändern Sie mittels Suchen-Ersetzen alle Vorkommnisse von «Your Font» durch den passenden Namen, beispielsweise Matthias Script. Dann speichern Sie die Datei als «Matthias Script.ttx» und ziehen Sie wiederum auf ttx.exe. Das Programm macht daraus wieder eine normale Schrift, die «Matthias Script» heisst, und die Sie nun im Schriftenordner (c:WindowsFonts) deponieren und so installieren können.
Nach einer knappen halben Stunde tippt man Texte mit seinem Handschrift-Font.

