Die besten Datenschützer für den Hausgebrauch

Das Backup ist das Patentrezept gegen PC-Pannen: Mit dem passenden Programm ist es schnell erledigt.

Von Matthias Schüssler

Es gibt viele Gründe, weshalb Daten im digitalen Nirvana verschwinden. Doch gleichgültig, ob ein Virus, ein Absturz, ein Programmfehler oder ein falscher Mausklick schuld war: Verschollene Daten sind nur mit viel Aufwand an Zeit und Geld zu retten. Und oft genug ist der Verlust unwiderruflich.

Dagegen hilft nur die Datensicherung, neudeutsch auch «Backup» genannt. Das ist eine Rückversicherung auf einem zweiten Speichermedium. Für Dokumente, die man nicht bearbeitet, eignen sich DVDs oder CD-R. Die MP3-Sammlung oder die Digitalfotos sind auf Archiv-Scheiben gut aufgehoben. Dokumente, an denen Sie arbeiten, kopieren Sie auf eine externe Festplatte oder einen USB-Stick. Oder auf einen Datenspeicher im Internet. GMX bietet mit dem Mediacenter eine Speichermöglichkeit an, andere Dienste sind mydrive.ch oder box.net.

Apple-Anwender sichern via .Mac-Dienst; da ist die Backup-Software inklusive. Zu berappen sind 139 Franken für ein Jahr und zehn GB Speicher. Norton 360 von Symantec ist ein Windows-Produkt, das automatisch Daten im Internet sichert. Beim Kaufpreis von 110 Franken sind 2 GB Online-Speicher mit dabei. Ausser Haus gesicherte Daten sind selbst vor Diebstahl oder Feuer sicher. Aber Sie brauchen eine schnelle Internetverbindung.

Möchten Sie Daten lokal, auf einer eigenen Festplatte sichern, gibt es dafür viele Wege. Liegen Ihnen die E-Mails am Herzen, hilft MozBackup weiter. Das Gratisprogramm sichert Daten von Thunderbird, aber auch die Einstellungen aus Firefox: http://mozbackup.jasnapaka.com/de. Outlook-Anwender greifen auf «Outlook-Sicherung für persönliche Ordner» zurück. Es ist unter folgender Adresse beschrieben: http://support.microsoft.com/kb/238782/de.

Selbstgestrickte Sicherung

Bewährt haben sich auch Heiko Schröders Mailsicherungsprogramme: OEBackup bringt Outlook Express’ Ablage in Sicherheit, MOBackup kümmert sich um Outlook und WMBackup um Windows Mail aus Vista. Alle Programme gibts auf www.oebackup.de für 10 bis 15 Euro.

Sollen nicht nur die Mails, sondern der komplette Datenbestand gesichert werden, stehen wiederum verschiedene Wege offen. Ein Extraprogramm ist nicht nötig. Der xcopy-Befehl von Windows XP, 2000 und Vista reicht völlig aus: Auf Kummerbox.ch ist beschrieben, wie Sie ihn einsetzen. Beitrag: «Datensicherung: Selbstgestrickt und unkompliziert»:
www.kummerbox.ch/dyn/digital/kummer/836059.html

Sollten Ihnen die Befehlszeile und der xcopy-Befehl nicht geheuer sein, greifen Sie zu ZD-Backup. Das ist ein leistungsfähiges Backup-Programm, das nach klassischer Manier Backup-Jobs abarbeitet. Dank der differenziellen Sicherungsmethode können Sie mit diesem Programm auch frühere Versionen einer Datei wieder herstellen: Es zaubert die Fassung eines Word-Dokuments von vorgestern herbei, an dem man gestern Verschlimmbesserungen vorgenommen hat. ZDBackup (www.z-dbackup.de) ist für Privatanwender gratis.

Eine Alternative ist ein Abgleich-Tool wie das kostenlose Allway Sync (www.allwaysync.com). Es stellt auf der externen Festplatte eine exakte Kopie der Datenablage her. Eine flinke, mit 29 Euro aber nicht kostenlose Alternative ist Synchronizer von www.aborange.de. Der bekannte Komprimierer WinZIP speichert über die Pro-Version (70 Euro unter www.winzip.de) im Tagesrhythmus Daten, Mails oder Dokumente als ZIP-Archiv.

Ganze HD in einem Rutsch

Gleich ganze Festplatten in einem Rutsch sichert PC Inspector Clone Maxx von Convar – und zwar kostenlos: www.pcinspector.de. Wer es komfortabler mag und dafür auch ins Portemonnaie greift, kauft stattdessen Acronis True Image 11 Home für 49,95 Euro (www.acronis.de).

BILD DATENAMBULANZ.DE

Endstation Datengrab: Diese Festplatten haben ausgedient.

Quelle: Tages-Anzeiger, Montag, 28. Januar 2008

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