Amok laufende Aktionen
(msc) Die kleinen Photoshop-Heinzelmännchen erledigen aufwändige Aufgaben im Handumdrehen und spulen Dutzende von Befehlen ab. Es kommt aber immer wieder vor, dass eine Aktion scheinbar nicht «funktioniert»; sprich: unerwartete Resultate produziert.
Die Gründe dafür können im Einzelfall schwierig zu eruieren sein, doch folgende Tipps helfen, Aktionen möglichst «allgemeingültig» zu programmieren. Achten Sie auf folgende Dinge:
- Für manche Befehle sind die Vordergrund- und Hintergrundfarbe entscheidend. Ein Beispiel ist der Stempel aus der Filtergalerie: Bei ungünstigen Farbeinstellungen führt er dazu, dass Vordergrundobjekte mit dem Hintergrund verschmelzen und so Auswahlmasken verloren gehen. Daher legen Sie beim Aufzeichnen einer Aktion am Anfang die Vordergrund- und Hintergrundfarbe fest.
- Per Aktion erstellte Ebenen sollten benannt werden. Die Standard-Namen für Ebenen unterscheiden sich in den Sprachversionen von Photoshop; daher laufen Aktionen nicht mehr, wenn eine Ebene «Layer 1» heisst und ein Aktionsschritt die «Standardebene» aktivieren will.
- Die Grösse des Bildes hat bei vielen Bildmodifikationen einen grossen Einfluss auf das Resultat. Verwendet man den Befehl «Unscharf maskieren», dann kommt dem Wert bei «Radius» grosse Bedeutung zu. Bei einem Bild mit wenigen Pixeln Breite und Höhe wählt man einen kleineren Radius als bei einem Megapixel-Helgen. Da Sie als Aktions-Entwickler aber nicht im Voraus wissen, auf welche Bilder Ihre Aktion losgelassen wird, sollten Sie am Anfang Ihrer Aktion auf die Grösse des Bildes hinweisen, das der Aufzeichnung zugrunde lag.
- Aus dem gleichen Grund eignet sich als Masseinheit «Prozent» am besten – sicher besser als «Pixel» oder «cm». Blenden Sie im Menü «Ansicht» die Lineale ein, doppelklicken Sie auf einen der Massstäbe und wählen Sie «Prozent». Arbeitsschritte wie das Setzen einer Auswahl werden dann nicht in Pixeln, sondern in Prozentangaben festgehalten.
- Und zuletzt ist es wichtig, Ihre Aktion gut zu dokumentieren. Weisen Sie auf die Rahmenbedingungen hin, unter denen Sie die Aktion aufgezeichnet haben. Das tun Sie in einer «Liesmich»-Datei zu der Aktion. Da solche Begleitdokumente aber meist nicht gelesen werden, ist es noch besser, zentrale Informationen in die Aktion einzubauen: Platzieren Sie über das Flyout-Menü der «Aktionen»-Palette eine Unterbrechung an den Anfang und bringen Sie Ihre Instruktionen beim Feld «Meldung». unter.

