Wenn die Tschappka wunzig ist

Nein, so äussert sich kein akuter Sonnenstich – die Überschrift versammelt zwei der Wortschöpfungen, die sich Besucher einer Website ausgedacht haben. Die Betreiber von www.worterfindung.de wollen die deutsche Sprache bereichern, indem sie die Surfer zu sprachlichen Kreationen anstiftet. Ins Lexikon aufgenommen werden nur Begriffe, die nicht existieren (auch nicht in Dialekten), doch zur deutschen Sprache gehören könnten, das heisst, der Morphologie (Wortbildungslehre) nicht widersprechen. Am häufigsten finden sich lautmalerische Prägungen und neue Komposita.

Aufgerufen sind die Surfer, eine Lücke im Wortschatz zu schliessen. Gesucht ist ein Begriff für den Zustand, «nicht mehr durstig zu sein». Vorschläge sind u. a. «entdurstet», «blampf» oder «sutt».

Falls Sie nach einem Streifzug durch die Site nicht mehr wissen sollten, ob ein Wort erfunden und/oder ein regulärer Bestandteil der deutschen Sprache ist, hilft übrigens http://wortschatz.informatik.uni-leipzig.de weiter. (schü.)

www.worterfindung.de

SCREEN TA

Neue Wörter braucht das Land: Website für Spracherfindungen.

Quelle: Tages-Anzeiger, Montag, 16. Juli 2001

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Nr: 3654
Ausgabe: 01-716
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Tabb: FALSCH