Thalheim: Höhere Ausgaben, weniger Kantonsbeiträge
(msc) 54 anwesende Stimmbürger aus Thalheim und Gütighausen genehmigten an der ordentlichen Gemeindeversammlung den Butgedvorschlag 1993: Bei einem Aufwand von 2,188 Millionen Franken und einem Ertrag von 2,09 Millionen Franken verbleibt ein Aufwandüberschuss von 96 000 Franken, der aus dem Eingenkapital gedeckt wird. Der Steuerfuss des Politischen Gutes bleibt bei 34 Prozent, derjenige des Primarschulgutes steigt um 2 auf 62 Prozent, der Steuerfuss des Oberstufenschulgutes um 1 auf 21 Prozent, was total eine Erhöhung von 114 auf 117 Prozent ergibt.
Man habe sehr zurückhaltend budgetiert, erklärte Gemeindepräsident August Morf, und man müsse nun grosse Anstrengungen unternehmen, um den Voranschlag einhalten zu können: «Die angestrebte Ausgabenverringerung bedeutet gleichzeitig einen Leistungsabbau, beispielsweise beim Unterhalt der Gemeindestrassen.»
Darüber hinaus sei es nicht zu vermeiden, dass auch in Thalheim die Gebühren für Kehrichtabfuhr, Wasser und Abwasser in naher Zukunft angehoben werden müssen.
Defizitäre Dorfläden
Der Antrag von Eugen Morf, den budgetierten Unterstützungsbeitrag an die beiden Dorfläden auf 30 000 Franken zu verdoppeln, wurde mit 20 gegen 25 Stimmen abgelehnt. Die Situation der stark defizitären Dorfläden wird jedoch Traktandum einer späteren Gemeindeversammlung sein.
Der Anschlussvertrag über die Mitbenützung des Krankenpflegedienstes mit der Gemeinde Ossingen, der nach der Kündigung des bestehenden Vertrages nötig geworden war, wurde genehmigt, ebenso zwei Baulandverkäufe und drei Bauabrechnungen.
Eine erfreuliche Mitteilung konnte der Gemeinderat den Pendlern von Thalheim und Gütighausen machen: Ab Mai 1993 wird es auf der ZVV-Buslinie Gütighausen–Seuzach auch zwei Mittagskurse geben (Abfahrt in Gütighausen um 11.32 und 12.40 Uhr).
Der Voranschlag 1993 der Primarschulgemeinde wurde ohne Gegenstimme genehmigt.

